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Verwendung oder Weitergabe von Bausparverträgen

Verwendung und Weitergabe von Bausparverträgen

Ein Bausparvertrag muss zwar nicht unbedingt zum Bauen genutzt werden. Doch Bausparer sollten wissen, dass die Verwendung des Bausparvertrags nicht völlig frei und das Darlehen zweckgebunden ist. Wer seinen Bausparvertrag hingegen nicht mehr benötigt, kann ihn auf einen neuen Besitzer übertragen.

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Auch wenn ein Bausparvertrag eine vergleichsweise einfache Möglichkeit der Baufinanzierung ist, so gibt es einige Dinge, die künftige Bausparer unbedingt wissen sollten. So ist vielen Verbrauchern nicht bewusst, dass die Verwendung des Bausparvertrags zweckgebunden ist. Dies gilt insbesondere für das Darlehen, aber auch für das Guthaben bei staatlich geförderten Verträgen. Kreditnehmer müssen nachweisen, dass sie den Kredit wohnwirtschaftlich genutzt haben.

Bausparvertrag: Verwendung ist zweckgebunden

Im Wesentlichen muss ein Bausparvertrag bzw. das Bauspardarlehen zum

  • Bauen
  • Kaufen
  • Modernisieren
  • Renovieren

verwendet werden. Dazu zählen auch die Verwendung „Immobilie als Kapitalanlage“, sofern sie dazu gekauft bzw. gebaut wird, sowie die Ablösung eines anderen Baudarlehens. Die wohnwirtschaftliche Nutzung des Darlehens muss der Bank entsprechend nachgewiesen werden. Eine genaue Übersicht der verschiedenen Verwendungsoptionen stellt in der Regel jedes Kreditinstitut bereit, sodass sich Interessierte vor Unterzeichnung eines Bausparvertrags ausführlich informieren können.

Angespartes Kapital je nicht immer frei verwendbar

Das Bausparguthaben dürfen Bausparer normalerweise ohne Berücksichtigung gewisser Verwendungsmöglichkeiten nutzen. Hier spricht demnach nichts dagegen, dieses Geld beispielsweise zum Verreisen auszugeben. Jedoch gilt dies nur für Personen, die keine staatliche Förderung nutzen. Wer hingegen vermögenswirksame Leistungen in Form der Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage beansprucht, ist bei der Verwendung des Bausparvertrags bzw. des Bausparguthabens an Vorgaben gebunden. Diese sind der Erwerb bzw. die Nutzung eines Eigenheims.

Eine Ausnahme gilt für Verträge, die vor 2009 abgeschlossen wurden. Bei diesen kann das Guthaben nach Ablauf einer siebenjährigen Sperrfrist ohne wohnwirtschaftlichen Nutzungsnachweis verwendet werden.

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Bausparvertrag weitergeben – Bank muss mitspielen

Bausparer, die mit der Zeit feststellen, dass sie das Darlehen nicht brauchen, können den Bausparvertrag weitergeben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bank ihre Einwilligung gibt. Meist ist die Weitergabe auch nur an Angehörige möglich, die ihre Zahlungsfähigkeit nachweisen können. Zu den Angehörigen zählen in der Regel Ehepartner und direkte Verwandte, aber auch in Ausnahmefällen Lebenspartner. Hier hilft ein Blick in die Geschäftsbedingungen. Dort ist geregelt, unter welchen Umständen der Bausparvertrag weitergegeben werden kann.

 

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