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Risiko der Arbeitslosigkeit

Baufinanzierung: Risiken durch Arbeitslosigkeit absichern

Mit einer Baufinanzierung gehen Kreditnehmer eine hohe finanzielle Belastung ein, die über Jahre anhält. Aber wer kann heute garantieren, dass er auch noch in zehn oder mehr Jahren einen Job hat bzw. über regelmäßiges Einkommen verfügt, mit dem Raten gezahlt werden können? Doch die Risiken durch Arbeitslosigkeit lassen sich zumindest reduzieren.

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Für den Fall, dass aufgrund einer Kündigung plötzlich wichtiges Einkommen fehlt, um das Darlehen wie gewohnt zurückzuzahlen, ist es sinnvoll, sich bereits vor Abschluss einer Baufinanzierung Gedanken über ein mögliches Sicherheitsnetz zu machen. Mit gut ausgehandelten Vertragskonditionen und bestimmten Versicherungen können Kreditnehmer die Risiken minimieren, die mit Arbeitslosigkeit einhergehen.

Finanzielle Risiken bei Arbeitslosigkeit von Beginn an thematisieren

Bei einer gut geplanten Baufinanzierung haben Verbraucher in der Regel nicht jeden Cent in den Bau oder Kauf einer Immobilie gesteckt, sondern einen Teil ihres Kapitals als Notreserve zurückgelegt. Schließlich kann die Reparatur des Autos oder eine neue Waschmaschine notwendig werden. Doch das finanzielle Polster ist auch dazu gedacht, die Kreditraten weiter zahlen zu können, wenn Kreditnehmer unverschuldet arbeitslos werden. Eines der größten Risiken durch Arbeitslosigkeit ist, das eigene Haus oder die eigene Wohnung zu verlieren, weil die Immobilienfinanzierung nicht mehr bedient werden kann. Mit dem Anlegen eines Notgroschens kann zumindest eine kurzfristige Arbeitslosigkeit überbrückt werden.

Arbeitslos und Kredit zurückzahlen: Banken lassen oft mit sich reden

Wer arbeitslos wird und in Gefahr gerät, mit der Rückzahlung des Darlehens in Rückstand zu geraten, sollte sich umgehend mit seinem Kreditgeber zusammensetzen. Nur sehr selten gehen Banken direkt dazu über, die verbleibende Restschuld über eine Versteigerung der Immobilie einzutreiben. In den meisten Fällen kann mit den Geldgebern verhandelt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Kreditrate zu senken. Dadurch verringert sich die finanzielle Belastung, gleichzeitig verlängert sich jedoch die Laufzeit des Darlehens. Eine andere Option ist es, bereits bei Vertragsabschluss die Möglichkeit zur Tilgungsaussetzung zu vereinbaren.

Gegen Risiken durch Arbeitslosigkeit versichern

Um sich gegen mögliche finanzielle Risiken durch Arbeitslosigkeit zu schützen, können verschiedene Versicherungen abgeschlossen werden. Wer arbeitslos wird, weil er körperlich oder psychisch nicht mehr in der Lage ist, seine berufliche Tätigkeit fortzuführen, kann sich über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) vor den existenziellen Gefahren absichern, die mit dem Verlust des regelmäßigen Einkommens einhergehen. Gute Tarife sehen bereits eine Zahlung der vereinbarten BU-Rente vor, wenn Versicherte für mindestens sechs Monate zu 50 Prozent berufsunfähig sind. Auch eine Erwerbslosigkeitsversicherung stellt eine Möglichkeit zum Schutz dar. Sie ist im Vergleich zur BU günstiger. Jedoch gelten strenge Voraussetzungen, wann Versicherte mit Leistungen rechnen können.

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Mehrere Alternativen zur Auswahl

Eine weitere Alternative, sich konkret bei Arbeitslosigkeit vor finanziellen Konsequenzen abzusichern, stellt eine Restschuldversicherung dar. Sie springt ein, wenn der Kreditnehmer arbeitslos wird, erkrankt oder gar verstirbt. Jedoch zahlt die Versicherung in manchen Fällen erst nach einer Wartezeit und auch nur für einen bestimmten Zeitraum. Zudem werden die hohen Kosten häufig kritisiert. Der Abschluss sollte daher gut überlegt sein. Wer seine Familie davor schützen möchte, die Kreditlast bei seinem Tod alleine schultern zu müssen, der kann sich für eine Risikolebensversicherung entscheiden. Sie kostet vergleichsweise wenig und bieten einen guten Hinterbliebenenschutz.