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Notargebühren

Notargebühren: Wieso fallen sie an und wie hoch sind sie?

Bei der Immobilienfinanzierung müssen Nebenkosten stets mitbedacht werden, zu denen auch die Notargebühren zählen. Sie machen in der Regel 1,5 Prozent der Gesamtsumme des Kauf- oder Baupreises aus. Dabei setzen sich die Notargebühren aus unterschiedlichen Positionen zusammen, etwa für den Eintrag ins Grundbuch oder die Beurkundung des Kaufvertrags.

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Notargebühren zählen beim Hauskauf oder -bau zu den Nebenkosten, mit denen künftige Eigenheimbesitzer in jedem Fall rechnen müssen. Spätestens wenn die Bank die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch für die Immobilienfinanzierung verlangt, wird ein Notar notwendig, der diese Aufgabe übernimmt. Aber auch für den Kaufvertrag ist der Fachmann unverzichtbar. Denn dieser wird erst durch seine Beurkundung rechtskräftig.

Wieso fallen Notargebühren an?

Das Hinzuziehen eines Notars ist aufgrund mehrerer Punkte notwendig. Einerseits schreibt das Bürgerliche Gesetzbuch (§311b) vor, dass der Erwerb eines Grundstücks der notariellen Beurkundung bedarf, damit der geschlossene Vertrag gültig ist. Andererseits hat das Immobiliengeschäft sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer eine große Bedeutung, sodass durch die Beurkundung des Notars für beide Seiten Sicherheit geschaffen wird. Ein Notar ist auch für Einträge ins Grundbuch verantwortlich. Zudem kann er weitere Aufgaben betreuen wie das Beantragen von Löschung älterer Grundschulden im Grundbuch.

Wie hoch sind die Notargebühren und kann man sie senken?

Bei der Höhe der Notargebühren müssen Verbraucher mit etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises rechnen. Wer ein Haus kauft, muss dabei beachten, dass die Gesamtkosten für Haus und Grundstück als Berechnungsgrundlage herangezogen werden. Je mehr einzelne Aufgaben der Fachmann erledigt, desto höher können die Notargebühren werden. Es ist daher sinnvoll, verschiedene Termine zusammenzulegen, etwa die Eintragung der Grundschuld mit dem Tag der Beurkundung des Kaufvertrags, um die Gebühren zu reduzieren.

Eine weitere Sparmöglichkeit besteht für Personen, die bauen wollen, darin, ein unbebautes Grundstück zu kaufen. Der Hausbau selbst gilt dann nicht als Immobiliengeschäft, sodass als Gesamtkosten nur der Grundstückspreis gilt. Wer hingegen ein bebautes Objekt kauft, muss mit einem höheren Kaufpreis und damit höheren Notargebühren rechnen.

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Wer muss die Notargebühren zahlen?

Die Notargebühren setzen sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, etwa dem Honorar nach der Gebührenordnung und den Gerichtskosten des Grundbuchamtes. Auch für den Kauf einer Wohnung fallen die Kosten an. Beträgt der Preis hierfür beispielsweise 100.000 Euro, so liegen die Notargebühren bei 1.500 Euro (ausgehend von 1,5 Prozent des Kaufpreises). Die Gebühren unterliegen zudem der Mehrwertsteuer, sodass insgesamt 1.785 Euro anfallen. Diese hat in der Regel der Käufer zu zahlen. Auf den Verkäufer entfällt meist nur der Betrag, der für die Löschung der Rechte Dritter berechnet wird.