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Die günstigsten Modernisierungskredite bei Bausparkassen und Banken

Stiftung Warentest präsentiert in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (09/2015), die günstigsten Kredite für Verbraucher, die eine Modernisierung ihrer Immobilie durchführen wollen. Dabei zeigt sich: Manche Banken verlangen bis zu dreimal so hohe Zinsen wie andere Anbieter. Überprüft wurden Angebote von Banken und Kreditvermittlern sowie von Bausparkassen.

Für den Zinsvergleich hat die Verbraucherorganisation 96 Banken und Vermittler sowie 20 Bausparkassen untersucht. Die Tester erfragten, was ein Darlehen in Höhe von 30.000 Euro für die Modernisierung eines Hauses im Wert von 200.000 Euro kostet. Dabei gaben sie jeweils zwei unterschiedliche Voraussetzungen an. In einer Version war die Immobilie schuldenfrei, in der anderen mit 100.000 Euro belastet, die im Grundbuch vermerkt sind.

Bausparkassen mit den günstigsten Modernisierungskrediten

Bei den Bausparkassen wurde der Gesamteffektivzins ermittelt. In die Berechnung fließen neben den Darlehenszinsen auch die Bausparbeiträge und die Gebühren für den Vertrag ein. Nur so können die Angebote der Kombikredite mit den Immobiliendarlehen der Banken vergleichbar gemacht werden. Die Vertragslaufzeit beträgt zwischen neun und elf Jahren.

Die günstigsten Modernisierungskredite gibt es sowohl für ein schuldenfreies als auch für ein belastetes Haus zu 2,11 Prozent bei der Deutschen Bank Bauspar. Auch bei der regionalen LBS Saar erhalten Besitzer einer schuldenfreien Immobilie einen zu 2,11 Prozent verzinsten Bausparkredit. Wenn das Haus noch nicht abbezahlt ist, gibt es das Darlehen allerdings mit einer höheren Verzinsung von 2,21 Prozent. Der Anbieter LBS Nord macht keinen Unterschied zwischen Schuldenfreiheit und Belastung. In beiden Fällen beträgt der Gesamteffektivzins 2,13 Prozent.

Die besten Zinsangebote von Kreditinstituten und Vermittlern

Unter den Banken und Kreditvermittlern wurden Angebote mit einer Zinsbindung von fünf und zehn Jahren ermittelt. Bei den Ergebnissen unterschieden die Tester zusätzlich danach, ob die Kreditgeber die Grundschuld ins Grundbuch eintragen oder nicht. Verzichten sie auf diese Maßnahme, so fallen die Zinsen deutlich höher aus.

Mit einem Grundbucheintrag bei einer Tilgungszeit von fünf Jahren und einem abbezahlten Haus gibt es den günstigsten Effektivzins bei der Sparda Nürnberg in Höhe von 0,87 Prozent. Ist das Haus belastet, so beträgt der Effektivzins 1,05 Prozent. Die LVM bietet 0,90 Prozent bei Schuldenfreiheit; für eine belastete Immobilie existiert kein Angebot. Bei der Hamburger Volksbank ist in beiden Varianten eine Verzinsung von 1,16 Prozent erhältlich. Ohne Grundbucheintrag gibt es das günstigste Angebot für eine fünfjährige Tilgungsfrist bei der Volksbank Pforzheim. Der Effektivzins beträgt hier sowohl mit als auch ohne Verschuldung 1,51 Prozent.

KfW-Kredit für energieeffiziente Sanierung

Wenn es sich nicht nur um rein kosmetische Ausbesserungen handelt, haben Immobilieneigentümer gegebenenfalls Anspruch auf eine staatliche Förderung ihres Kredits. Voraussetzung ist, dass die Modernisierung zum Ziel hat, das Haus energieeffizienter zu machen oder altersgerecht umzubauen. Auch hierzu liefert Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe eine Analyse. Da die Banken und Bausparkassen die Vergabe von KfW-Krediten oft individuell regeln und einschränken, sollten sich Interessierte im Voraus von einem Experten beraten lassen.