Ein Portal von finanzen.de

Nebenkosten Baufinanzierung

Nebenkosten in die Baufinanzierung stets einbeziehen

Beim Kauf oder Bau einer Immobilie machen die Nebenkosten einen erheblichen Teil der Baufinanzierung aus. Da diese in der Summe mehr als zehn Prozent der Bau- oder Kaufsumme betragen können, wäre es finanziell fatal, diese Kosten zu vernachlässigen. Die Nebenkosten setzen sich dabei aus verschiedenen Punkten zusammen.

Vergleich anfordern »

In der Regel müssen künftige Eigenheimbesitzer bei der Finanzierung ihrer Immobilie mit zusätzlichen Kosten für Steuern, Notar, etwaige Genehmigungen sowie mögliche Modernisierungskosten rechnen. Wer jedoch nach einer fixen Summe zu den Nebenkosten bei der Baufinanzierung sucht, wird keine genauen Ergebnisse finden. Denn die Kosten variieren je nach Bundesland aufgrund der unterschiedlich hohen Grunderwerbsteuer. Zudem fallen die Nebenkosten unterschiedlich aus, abhängig davon, ob ein Haus gebaut oder gekauft wird.

Nebenkosten der Baufinanzierung: Grunderwerbsteuer

Unabhängig davon, ob Interessierte eine Immobilie kaufen oder bauen, fällt eine Grunderwerbsteuer an. Dabei ist der Name dieser Abgabe selbsterklärend: Sie muss für den Erwerb eines Grundstückes gezahlt werden. Der Steuersatz hängt dabei vom Bundesland ab und variiert zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent der Gesamtkosten für das Haus bzw. die Wohnung (Stand 2015). Am niedrigsten ist die Steuer in Bayern und Sachsen. Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Brandenburg verlangen hingegen am meisten.

Nebenkosten der Baufinanzierung: Notar- und Grundbuchkosten

Nicht nur für den Immobilienerwerb selbst und den dazugehörigen Vertrag ist ein Notar einzuschalten. Wer die eigenen vier Wände über einen Kredit finanziert, muss häufig auf Verlangen der Bank die Grundschuld in das Grundbuch eintragen lassen. Auch hierfür ist ein Notar zuständig, der vom Kreditnehmer bezahlt wird.

Zudem ist der Eintrag ins Grundbuch selbst, wer fortan Eigentümer des Hauses oder der Wohnung ist, mit weiteren Gebühren verbunden. Wie hoch diese Nebenkosten der Baufinanzierung pauschal sind, ist schwer zu sagen. Meistens müssen Verbraucher mit einem bis zwei Prozent der Gesamtsumme rechnen.

Maklerprovision

Wer sich bei der Suche nach dem passenden Grundstück oder Kaufobjekt von einem Makler unterstützen lässt, muss dessen Provision bei den Nebenkosten der Baufinanzierung berücksichtigen. Das Honorar orientiert sich an der Kaufsumme zuzüglich Mehrwertsteuer. Auch hier ist es schwierig eine feste Summe zu nennen. Zwischen drei und sechs Prozent des Kaufpreises sind allerdings realistisch.

Nebenkosten: Bau vs. Kauf einer Immobilie

Neben den bereits genannten Nebenkosten müssen bei der Baufinanzierung weitere Kostenpunkte berücksichtigt werden. Wer baut, sollte gegebenenfalls über den passenden Versicherungsschutz während der Bauzeit nachdenken, etwa über eine Bauherrenhaftpflichtversicherung und eine Bauwesenversicherung. Unabhängig von den Versicherungskosten können auf Bauherren zudem Erschließungs- bzw. Anschlusskosten für den Bau von Straßen und Leitungen für Strom, Wasser, Gas, usw. anfallen. Darüber hinaus sind auch die Kosten für die Baugenehmigung zu beachten.

Beim Kauf einer Immobilie müssen Käufer hingegen damit rechnen, dass je nach Zustand der Substanz Renovierungs- bzw. Modernisierungskosten entstehen. Auch der Umzug selbst stellt einen Kostenfaktor dar.

Vergleich anfordern »

Überblick über alle möglichen Nebenkosten

  • Grunderwerbssteuer
  • Notargebühren
  • Eintrag ins Grundbuch
  • Maklerprovision
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Bauwesenversicherung
  • Kosten für die Erschließung
  • Anschlusskosten (Wasser, Gas, Strom etc.)
  • Baugenehmigung
  • Renovierung/Modernisierung
  • Bereitstellungskosten
  • Vermessung des Baugrunds
  • Architekt