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Baufinanzierung mit Kündigungsoption

Baufinanzierung mit Kündigungsoption

Eine Baufinanzierung mit Kündigungsoption gibt Hauskäufern die Möglichkeit, vor Ende der Zinsbindungsfrist aus dem Vertrag auszusteigen. Sie können dadurch kostenlos und jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. Diese erhöhte Flexibilität lassen sich Banken allerdings teuer bezahlen: Viele Kreditgeber verlangen rund 0,2 bis 0,3 Prozent Zinsaufschlag.

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Wer eine Baufinanzierung mit Kündigungsoption wählt, entscheidet sich für einen sehr flexiblen Kredit. Für viele Kaufinteressierte ist dies ein wichtiger Faktor, da sie sich nicht über viele Jahre an vereinbarte Konditionen binden wollen. Das macht zum Beispiel dann Sinn, wenn eine hohe Erbschaft bevorsteht und der Kredit damit auf einmal zurückgezahlt werden soll.

Mehr Flexibilität durch Baufinanzierung mit Kündigungsoption

Die Finanzierung der eigenen Immobilie erstreckt sich meist über viele Jahre. Bei Vertragsabschluss vereinbaren Kreditgeber und Kreditnehmer einen Zeitraum, für den ein Zinssatz festgelegt wird – die sogenannte Zinsbindungsfrist. Derzeit liegen die Kreditzinsen für Immobilien so niedrig wie nie. Aus diesem Grund werden auch möglichst lange Fristen der Zinsbindung von zehn und mehr Jahren von Experten empfohlen. Doch eine lange Bindung macht den Vertrag auch unflexibel.

Wer während der Frist den Anbieter wegen eines Umzugs oder eines besseren Alternativangebots wechseln möchte, muss den vorzeitigen Ausstieg mit einer Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen. Damit kommen die Kreditnehmer für die eingeplanten aber entgangenen Zinseinnahmen der Bank auf. Diese Entschädigung können Bauherren jedoch umgehen, indem sie eine Baufinanzierung mit Kündigungsoption wählen. Diese Flexibilität bezahlen sie jedoch mit einem erhöhten Zinssatz.

Bei Verträgen ohne Kündigungsoption können solche einmaligen Tilgungen kostenfrei erst nach Ende der Zinsbindungsfrist getätigt werden. Bei bestehender Zinsbindung kann der Vertrag frühestens nach zehn Jahren unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist beendet werden.

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Fazit

Es lohnt sich meist nur eine Baufinanzierung mit Kündigungsoption zu wählen, wenn Kunden schon kurz nach dem Vertragsabschluss wieder aussteigen wollen – beispielsweise um zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Denn wird erst kurz vor dem Ende der Laufzeit Gebrauch von der Option gemacht, sind die Gesamtkosten für die abgesicherte Flexibilität meist höher als die Kosten für eine Vorfälligkeitsentschädigung wären.