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Auslandsfinanzierung

Auslandsfinanzierung: Immobilienkauf in der Ferne

Die Auslandsfinanzierung für ein Ferienhaus oder einen Alterswohnsitz unterliegt häufig anderen Regelungen als eine Finanzierung in Deutschland. Neben persönlichen Vorlieben, wie der Wahl des Landes, sollten deshalb vor allem rechtliche Fragen im Vorfeld geklärt werden. Ein Makler im Zielland kann helfen, alle wichtigen Details zu berücksichtigen.

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Wer ein Haus oder eine Wohnung in einem Land jenseits der Bundesrepublik kaufen möchte, sollte sich gut über die Auslandsfinanzierung informieren. Immobilienkäufer müssen sich schon vor dem Abschluss ihrer Baufinanzierung mit zahlreichen Fragen auseinandersetzen.

Auslandsfinanzierung: Rechtliche Fragen im Vorfeld klären

Es ist ratsam bereits im Vorfeld den Zweck der Auslandsimmobilie zu kennen und zu benennen. Je nachdem ob das Haus als Hauptwohnsitz, Ferienhaus, Altersresidenz oder Renditeobjekt dient, rücken unterschiedliche Fragen in den Vordergrund. Bei einer Auslandsfinanzierung außerhalb der Europäischen Union muss zudem geklärt werden, ob eine Aufenthaltserlaubnis notwendig ist oder ob die Dauer des Aufenthalts begrenzt wird.

Bevor Interessierte sich für eine Auslandsfinanzierung entscheiden, sollten sie sich zudem mit den gesetzlichen Regelungen vor Ort vertraut machen. Es ist wichtig zu klären, ob es eine Grundsteuer gibt, die für Anwohner anfällt, oder wie die rechtliche Lage zur Vermietung des Hauses ist. Wer seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegen möchte, sollte auch Regelungen zur Einkommenssteuer und Erwerbsbeschränkungen berücksichtigen.

Neben den generellen Fragen zu der Lebenssituation im Zielland ist es für Immobilienkäufer auch wichtig, das gewünschte Objekt genau zu überprüfen. Ein Sachverständiger kann helfen, die Bausubstanz zu kontrollieren oder auch Beschränkungen für Um- und Anbauarbeiten festzustellen.

Vor dem Hauskauf: Auslandsfinanzierung unter der Lupe

Vor allem im Ausland können zusätzliche Nebenkosten bei einem Immobilienkauf anfallen. Aus diesem Grund sollte genau feststehen, wie hoch die Ausgaben für Gutachten, Übersetzungen von Verträgen, Notarkosten, Erwerbssteuern und Grundbucheintragungen sind. Vor einer Auslandsfinanzierung sollte zudem geprüft werden, ob der Verkaufspartner auch der tatsächliche Eigentümer der Immobilie ist. Ein Blick ins Grundbuch kann hier Klarheit schaffen.

Weitere wichtige Punkte, die es zu beachten gilt sind:

  • Einschalten eines Notars ist immer ratsam
  • Anzahlungen durch einen Vorvertrag absichern
  • Eintragung/Vermerk der Zahlung im Grundbuch
  • Instandhaltungskosten und anfallende Steuern berücksichtigen
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Auslandsfinanzierung: Hohes Eigenkapital ist ratsam

Die Auslandsfinanzierung wird in der Regel mit den gleichen Mitteln finanziert wie eine heimische Immobilie. Doch gerade, wenn für einen Ferienwohnsitz gespart wird, sollte bereits ein Eigenkapital von 40 bis 50 Prozent existieren. Für die restliche Finanzierung bietet sich ein Bausparvertrag, ein Immobilienkredit oder auch der Verkauf des eigenen Hauses in Deutschland an.

Manche Banken stellen sich allerdings bei Darlehen zur Auslandsfinanzierung quer. Doch in der Regel finden sich Kreditinstitute, die Interessierten helfen. Experten raten jedoch bei Finanzierungsproblemen davon ab, günstige Angebote von ausländischen Banken anzunehmen. Denn sprachliche Barrieren und unübersichtliche Verträge können schnell ungeahnte Kosten verursachen.