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Anschlussfinanzierung

Anschlussfinanzierung: So sichern sich Eigentümer Niedrigzinsen

Eine Anschlussfinanzierung kommt für alle Hausbesitzer in Frage, die ihr aufgenommenes Darlehen bis zum Ende der Zinsbindung noch nicht vollständig getilgt haben. Der Kredit zur weiteren Finanzierung bietet häufig viel günstigere Konditionen als der Altvertrag, sodass Eigentümer schneller schuldenfrei werden. Ein Wechsel des Kreditgebers kann helfen, mehrere tausend Euro zu sparen.

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Die wenigsten Hausbesitzer können bis zum Ablauf der Zinsbindung ihr Darlehen für den Immobilienkauf zurückzahlen. Doch weil die Zinsen für eine Anschlussfinanzierung derzeit sehr niedrig sind, profitieren viele Eigentümer sogar davon, dass sie noch nicht schuldenfrei geworden sind. Sie können den letzten Teil des Kredits nun schneller abzahlen. Denn nach der Kündigung des alten Darlehens haben sie die Möglichkeit, nun bessere Konditionen zu vereinbaren. Die Zinsen für Altverträge lagen – soweit der Vertrag im Jahr 2005 oder früher abgeschlossen wurde – in der Regel bei einem Zinssatz von fünf bis sechs Prozent.

Mit Bankwechsel Anschlussfinanzierung noch günstiger machen

Die Zinsen einer Anschlussfinanzierung können derzeit sehr niedrig liegen und machen die Tilgung einfacher. Interessierte können hierfür bei ihrem Anbieter bleiben oder zu einem anderen Kreditinstitut wechseln. Beide Entscheidungen bieten Vor- und Nachteile.

Vorteile des eigenen Anbieters:

  • Kreditinstitut und Berater sind bekannt
  • Großer Verhandlungsspielraum bei den Konditionen
  • Nachverhandeln möglich
  • Keine Wechselgebühren

Ein Wechsel des Kreditgebers kann aber auch dabei helfen, bessere Konditionen auszuhandeln. Die Vorteile sind:

  • Sehr gute Konditionen für Neukunden sichern
  • Geld sparen durch niedrige Zinsen

Unabhängig von dem Weg, für den sich Immobilienbesitzer entscheiden, sollten sie versuchen, günstige Bedingungen der Anschlussfinanzierung zu vereinbaren. Denn mit einem guten Angebot können Kunden tausende Euro an Zinsen sparen.

Immokredit24 Tipp!
Lassen Sie sich nicht von einem Wechsel abhalten! Oft übertreibt die bisherige Bank was Aufwand und Höhe der Umschuldungskosten eines Bankwechsels angehen. Geben Sie sich nicht mit dem Folgeangebot Ihrer bisherigen Bank zufrieden. Einige Anbieter übernehmen sogar die kompletten Umschuldungskosten beim Wechsel!

Anschlussfinanzierung: Niedrige Zinsen mit
Forward-Darlehen sichern

Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung in den nächsten fünf Jahren ausläuft, haben die Möglichkeit sich die derzeitigen Niedrigzinsen mit einem Forward-Darlehen zu sichern. Auf diese Weise nutzen Eigentümer, die absehen können, dass eine Anschlussfinanzierung notwendig wird, die aktuell gute Zinslage für ihren nachfolgenden Kredit optimal aus. Dieses Darlehen hat allerdings einen Haken. Kunden, die ihren Folgekredit mit einer Zinsbindung absichern wollen, müssen der Bank Bereitstellungszinsen zahlen.

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Kündigung von Altverträgen mit schlechten Konditionen möglich

Alle Hauseigentümer haben die Möglichkeit, ihren Vertrag nach zehn Jahren zu kündigen, selbst wenn die Zinsbindung länger vereinbart war. Dies wird ermöglicht durch § 489 I BGB. Die verbleibenden Schulden können dann mit einer Anschlussfinanzierung zurückgezahlt werden. Wer das Kreditinstitut für die Anschlussfinanzierung wechseln möchte, sollte bedenken, dass dabei neue Abschlussgebühren fällig werden. Ob sich die frühzeitige Kündigung eines Vertrags lohnt, sollte demnach genau ausgerechnet werden.